F1.1: Globale Sicht der COVID19-Bedrohung (WHO)

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Die Weltgesundheitsorganisation WHO kümmert sich im Auftrag der Vereinten Nationen um die Gesundheit in ihren Mitgliedstaaten. Das WHO-Budget 2020 betrug ca. 3,6 Mrd US$. Die größten Beiträge kamen von Deutschland (604 Mio), Bill & Melinda Gates Foundation (376 Mio), United Kingdom of Great Britain (262 Mio), European Commission (244 Mio), GAVI – The Vaccine Alliance (187 Mio), Saudi Arabia (143 Mio), United Nations Foundation (125 Mio), USA (109 Mio).

Am 11. März 2020 erklärte die WHO COVID-19 zu einer Pandemie. Zur Frage, welche Rolle die Schwere der Erkrankung spielt, siehe Dokument des Robert-Koch-InstitutsHat die Weltgesundheitsorganisation die Pandemiephasen-Definition geändert, damit eine Pandemie ausgerufen werden konnte?

In Zusammenhang mit der österreichischen Impf-Politik und öffentlichen Emotionslage erscheinen mir folgende Ausführungen des Generaldirektors in der Pressekonferenz der WHO vom 22.12.2021 (Video, Transkription) bedeutungsvoll:
– „Die Impfstoffe haben unzweifelhaft viele Menschenleben gerettet. Gleichzeitig gibt es keinen Zweifel, dass die ungleiche Verteilung der Impfstoffe viele Menschenleben gekostet hat.“ (2:45 f)
– „Pauschale booster-Programme dürften die Pandemie eher verlängern als sie beenden, indem sie die Lieferungen zu Ländern umlenken, die bereits ein hohes Maß der Impf-Abdeckung haben. Das gibt dem Virus die Chance, sich auszubreiten und zu mutieren.“(7:25 f)
– „Die vorhandenen Impfstoffe sind gegen Delta und Omikron wirksam.“ (8:01 f)
– „Global muss die Priorität darauf liegen, alle Länder dabei zu unterstützen, möglichst rasch das 40 %-Ziel und bis Mitte 2022 das 70 %-Ziel zu erreichen. Kein Land kann seinen Weg aus der Pandemie boostern. Und booster können nicht als Freibrief für geplante Feierlichkeiten ohne andere (Sicherheits-)Vorkehrungen betrachtet werden.“ (8:10 f)

Die WHO berichtet von bisher (30.12.2021) 5,4 Mio Toten, davon 3,5 Mio im Jahr 2021.

Persönlicher Gedanke:

Hunger breitet sich – einmal abgesehen vom Migrationsgeschehen – im Gegensatz zu einer Infektionskrankheit nicht pandemisch aus, sondern bleibt dort, wo er ist. Daher sind die Aufregung und die erbrachten Anstrengungen in Bezug auf die 30 bis 40 Mio jährlichen Hunger- und Folgetoten wesentlich geringer. Außerdem kann beim Hunger der mit den potenziellen Gegenmaßnahmen erzielbare Gewinn nicht so einfach organisiert werden. Hier wäre globaler Struktur- und Kapitalismus-Wandel erforderlich.

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