Transformation

Vom Jugendlich-Sein zum Erwachsen-Sein
Vom Erwachsen-Sein zum Alt-Sein
Vom Stark-Sein zum Schwach- oder Eingeschränkt-Sein
Vom lebendig sein zum tot sein
Vom scharfen Denken zum chaotischen Fühlen
Von der Handlungskompetenz zur Ohnmacht

Häufig ist Transformation mit Unsicherheit, Angst vor dem Ungewissen und dem Schmerz des Verlierens verbunden. Was hält uns da zuversichtlich, worauf können wir uns verlassen?

Dass die Welt einen Urgrund oder Sinn haben möge, ist ein menschliches Grundbedürfnis. Der Zweifel daran ist aber genau so menschlich. Weder die Philosophie noch die Physik kann eine sichere Antwort geben. Wer mit Glauben gesegnet ist, hat es da ein wenig leichter. Wir können uns auch für das Glauben entscheiden. Beziehungen, die Veränderungen zulassen und aushalten, sind auch sehr hilfreich.

Zukunft – Chaos – Erwachen

Unsere Welt ist in eine chaotische, unübersichtliche Phase eingetreten. Es könnte auch sein, dass wir die Kontrolle an künstliche Intelligenzen oder destruktive Prozesse abgeben müssen. Das macht uns unsicher, verwirrt und ängstlich – wenn nicht sogar hoffnungslos. Was bleibt uns, woran wir uns festhalten können? In unserem Kern schläft unser Bewusstsein – jenseits von Umständen und materieller Gebundenheit. Dieses Bewusstsein gilt es zu wecken und an die Oberfläche zu bringen. Es soll unser Leuchtturm für unsere Entscheidungen werden: Liebe – was kann dann noch schieflaufen oder verkehrt sein?

Dankbarkeit empfinden

Am Samstag Abend wurde mir im Restaurant ein köstlicher Tintenfisch – individuell für mich zubereitet – serviert. Da hat mich dieses Gefühl wieder einmal überfallen. Aber wem gegenüber?

  • dem Koch, der seine Kunst und Konzentration walten ließ?
  • dem Kellner, der mit Aufmerksamkeit und echter Freundlichkeit servierte?
  • mir selbst, der sich so geschickt in diese Situation manövriert hatte?
  • der Kultur, die mich umgibt und eine derartige Fülle an Möglichkeiten bereit stellt?
  • dem Meer und der Erde, die solche Köstlichkeiten zur Verfügung stellt?
  • dem Universum, das mich an diesen Punkt geführt hat?
  • dem Zufall?
  • Warum nicht all diesen Dingen gleichermaßen und gleichzeitig?

Hauptsache, diese schöne Gefühl konnte sich in mir ausbreiten und meinen Hormonhaushalt positiv beeinflussen – das hält gesund.

Übung: erinnere dich an eine Situation, in der du beschenkt wurdest und dieses Gefühl der Dankbarkeit erleben konntest. Halte die Erinnerung und das damit verbundene Gefühl möglichst lange aufrecht.