F1.2.1: Die Impfung reduziert die Schwere der Erkrankung (Druck auf die Intensivstationen)

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Spitalsbetten in Österreich: „Seit Anfang der 1980er-Jahre ist bei der Zahl der Spitalsbetten generell ein rückläufiger Trend zu beobachten.“ (Statistik Austria)

Anteil der COVID19-Patienten bei der Belegung der Intensiv-Betten: 15 % (1.1.2022)

Impfstatus der COVID-19 Patientinnen und Patienten

Zitat Punkt 5, (Seite 6) des Factsheet Coronavirus Hospitalisierungen (Dezember 2021), gefunden auf den Coronavirus-Fachinformationen des BM für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz >> Factsheet zu COVID-19 Patient:innen auf Intensivstationen:

Mit Stand 30.11. waren 25,9 % der COVID-19 Patientinnen und Patienten auf Intensivstationen vollständig geimpft. Auf Normalstationen lag dieser Anteil bei 42,9 %. Diese Anteile können jedoch ohne Relation zur Gruppengröße der Geimpften und Ungeimpften nicht sinnvoll interpretiert werden. Hinzu kommt, dass der kausale Hospitalisierungsgrund nicht bekannt ist. Mit Stand 11.11.2021 waren bereits 83 % der
über 60jährigen, die den Großteil der bisherigen ICU-Patientinnen darstellen, geimpft. Abbildung 2 stellt den erwarteten Anteil der Geimpften an den Hospitalisierungen unter Berücksichtigung der Gruppengrößen und Daten zur Vakzin-Effektivität aus England dar.

Da die Gruppe der Geimpften unter der Risikopopulation mit 83 % rund 5-mal so groß als die Gruppe der Ungeimpften ist, nehmen die Geimpften trotz hoher Effektivität der Impfung mit rund 26 % einen nicht zu vernachlässigbaren Anteil unter den Hospitalisierten ein. Daraus Rückschlüsse auf eine vermeintliche Ineffektivität der Impfung zu ziehen ist nicht zulässig. Im Gegenteil legen österreichische Beobachtungsdaten per Anfang November 2021 nahe, dass die Effektivität der Impfung gegen ICU Aufenthalte den für England berichteten 92,7 % entspricht, da der Anteil der geimpften ICU-Patientinnen
und Patienten mit 25,9 % augenblicklich sehr nahe am Erwartungswert von 26 % liegt.
Der höhere Anteil der geimpften Personen auf Normalstationen ist im Kontext des höheren Altersschnitts der Patientinnen und Patienten auf Normalstationen zu interpretieren. Da ältere Kohorten höhere Durchimpfungsraten aufweisen ist ein entsprechend höherer Anteil unter den Hospitalisierten auf Normalstationen zu erwarten. Bei einer Durchimpfungsrate von 90 % (wie derzeit bei den über 75jährigen beobachtet) ist trotz hoher Effektivität der Impfung ein Anteil von 40 % an den Hospitalisierten zu erwarten.

Der aktuelle Beobachtungswert liegt mit 42,9 % über dem Erwartungswert, was im Einklang mit aktueller Literatur zu einem etwas geringerem Schutz der Impfung vor Hospitalisierungen auf Normalstation gegenüber Hospitalisierungen auf Intensivstation zurückgeführt werden könnte.

=== Zitat Ende ===

Was wird über die Zukunft (z.B. Omikron-Mutation) ausgesagt?

Häufiger Impfen – Höhere Dosis!
An dieser Stelle wird mir die Recherche zu mühsam, ich muss mich konzentrieren aufkeimende Gefühle des Zorns und der Verachtung im Zaum zu halten und mit verschiedenen Bewusstseinstechniken Gelassenheit in mir zu erzeugen. Zum Glück wird mir ein Mittagessen serviert.

Meine Wahrnehmungen und Gedanken:

.Der Effektivitätsgrad der Impfung ist ein komplexes Thema. Das erleben wir auch in der öffentlichen und politischen Auseinandersetzung.
.Auch Ärzte beurteilen die Impfungen uneinheitlich.
.Der Zusammenhang zwischen Schwere der Erkrankung und anderen Vorerkrankungen ist nicht dokumentiert.
.In einer Studie [1], bei der Elisabeth Puchhammer-Stöckl, Mitglied der GECKO-Kommission, als Autorin genannt ist, wird ein Gen-Defekt als Risikofaktor für einen schweren COVID19-Verlauf identifiziert: CONCLUSION: Our data show that these genetic variants in the NKG2C/HLA-E axis have a significant impact on the development of severe SARS-CoV-2 infections, and may help to identify patients at high-risk for severe COVID-19.
.Die Fälle, die trotz Impfung im Spital oder auf der Intensivstation landen, sind keine Einzelfälle.
.Ein Gesundheitssystem ist grundsätzlich Ausdruck eines gesellschaftlichen/politischen Konsenses über seine gewollten Kosten. In Krisen werden Grenzen sichtbar. Dann braucht es verantwortungsvolles und weitblickendes Management, jedenfalls nicht mediale Polarisierung.

Vertrauensfaktor = 2
10 = sonnenklar, ich kann mich auf die Sache verlassen und empfinde volles Vertrauen
0 = völlig widersprüchliche oder unklare Datenlage, etwas macht mich misstrauisch

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[1] Hannes Vietzen, Alexander Zoufaly, Marianna Traugott, Judith Aberle, Stephan W. Aberle & Elisabeth Puchhammer-Stöckl; Deletion of the NKG2C receptor encoding KLRC2 gene and HLA-E variants are risk factors for severe COVID-19, Genetics in medicine, 26.01.2021